Peru: Arequipa // Chivay // Colca Canyon

17.01.2018 // Mittwoch

Nach 10h im Nachtbus kamen wir gegen 9 Uhr in Arequipa an. Ich hatte eigentlich ganz gut geschlafen. Die Sitze im Bus kann man extrem weit nach hinten stellen und die Sitze sind auch viel weicher als man es aus Deutschland gewöhnt ist.

Wir hatten Glück und mussten nur eine halbe Stunde warten bevor wir in unsere Zimmer konnten. Check In ist ja sonst immer viel später. Wir verabredeten uns für ein frühes Mittagessen mit der Gruppe. Kantu unser Guide hat immer ein paar gute Vorschläge für Restaurants parat, was echt toll ist.

Wenn man als größere Gruppe in Peru essen geht ist das immer so eine Sache. Der Service hat einfach nicht den Standard den man gewohnt ist. So dauert es immer sehr lange bis das Essen kommt, Getränke kommen gerne auch mal erst nach dem Essen oder man muss sie ein paar mal erinnern, dass noch Sachen fehlen. Da hilft nur eins, Geduld! Nicht so meine Stärke aber ich arbeite in Peru sehr daran. 😉

Wir machten einen kleinen Stadtspaziergang und gingen mit Kantu auf den Markt um Früchte zu essen, die wir vorher sicher noch nicht probiert hatten.

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Wir probierten Chirimoy, Pepino, Lucma und Tuna (eine Kaktussfrucht) manche waren echt lecker, manche eher nicht so mein Fall.

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Kantu mit der Chirimoya Frucht
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Tuna, mein Favorit

Interessant war es auf dem Markt so oder so. Die Fleischabteilung ist wie immer  gewöhnungsbedürftig. Die Peruaner verwerten eben alles und daher kann man auch alles kaufen was an einem Tier dran ist.

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Beeindruckt waren wir auch von den unzähligen Kartoffelsorten.

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Ein paar von uns schauten sich noch die Kathedrale von Arequipa an. Wir hatten eine kleine Führung durch die Kathedrale bis rauf auf den Turm. Vom Turm aus genossen wir den Ausblick über den Square und Arequipa.

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Abends gingen wir dann nur etwas trinken. Was mit den Leuten aus der Gruppe einfach sehr viel Spaß macht. Jeder hat seine Geschichte zu erzählen und es ist doch interessant was und welche Umstände dafür gesorgt haben, dass wir uns alle in Peru treffen.

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18.01.2018 // Donnerstag

Nachdem Frühstück machten wir uns auf in ein neues Abenteuer. Die großen Rucksäcke ließen wir im Hotel und packten nur das Nötigste für eine Nacht. Denn es ging in den Colca Canyon. Während der zwei Tage hatten wir einen extra Guide namens Angel, der gebürtig aus der Region des Colca Canyon kommt. Bevor die Reise beginnen konnte kauften wir ein paar ganz wichtige Sachen ein, denn es sollte auf 4910m Höhe gehen. Dafür benötigt man viel Wasser und in Peru definitiv auch Coca Blätter und Coca Bonbons. Angel zeigte uns wie man Coca Blätter kaut, das man vorher den Götter Gedenken soll und er erklärte uns auch die Wirkung und das man in 30min 25kg Coca Blätter kauen müsste um die Wirkung von Kokain zu erhalten. Das ist natürlich nicht machbar aber dennoch sind Coca Blätter nur in Peru und Bolivien erlaubt. Er sagte uns auch gleich, dass wir sie auf keinen Fall als Souvenir mitbringen sollen. Wir kauten also alle unsere ersten Coca Blätter.

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Ja der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig und in Peru schluckt man die Blätter nicht runter man sagt die Coca Blätter reinigen dein Inneres und daher spuckt man die Blätter nach einer Weile wieder aus. Wir kauten sie nur 5min, Angel meinte die Peruaner kauen sie bis zu 40min. Das ist mir ein Rätsel wie man es da schafft die Blätter nicht zu schlucken. Wir hatten schon nach 5 min Probleme. Gemerkt habe ich danach eigentlich kaum etwas, der Mund und die Lippen waren ein wenig taub und es fühlte sich an wie frisch nach einem Zahnarztbesuch. Ansonsten sollen sie ja mehr dabei helfen die Sauerstoffaufnahme in derHöhe zu fördern. Damit wir von der Höhenkrankheit  verschont blieben hielten wir auf dem Weg auch an um einen Inka Tee zu trinken. Der Inka Tee vereint 4 Kräuter, die gegen die Höhenkrankheit, Bauchschmerzen und Kopfscherzen helfen sollen. Der Tee war auf jeden Fall richtig lecker.

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Wir führen höher und höher. Die Landschaft wechselte von Geröll zu Büschen und Graß. Laut Angel, das Zeichen, dass wir die Anden erreicht haben.

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Aber nicht nur die Landschaft war sehenswert. Es dauerte nicht lange und wir sahen die ersten Vikunjas (neben den Alpakas und Lamas auch eine Kamelart).

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Angel erklärte uns woran man ein Vikunja , Alpaka und Lama erkennen kann. Und schon tauchten auch die ersten Lamas und Alpakas auf. Sie stehen einfach am Straßenrand, so wie bei uns die Kühe oder Rehe.

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Langsam stieg die Aufregung, denn wir erreichten 4910m Höhe! Zwar mit dem Auto aber dennoch ein unglaubliches Gefühl! Das Wetter war entsprechend schlecht aber hey, für ein Gruppenfoto war Zeit genug. Und wir überlegten uns passende Songs, wie „Take my Breath away“, denn das atmen fiel schon schwer. 🙂

4910 m Höhe

Langsam machte sich bei einigen die Höhe bemerkbar. Mir ging es bis zum höchsten Punkt eigentlich ganz gut, aber anschließend sind wir in 30min auf 3600m  runtergefahren. Die Serpentinen erinnerten mich an das Flugzeug bei den Nazca Lines. Und so ging es mir ab da nicht mehr ganz so gut. Ich hatte aber zum Glück nur extreme Kopfschmerzen. Andere aus der Gruppe hat es richtig erwischt. Wir erreichten dann Chivay wo wir auch übernachteten. Das Hotel war schön aber eiskalt. Ich hatte zum Glück meinen Schlafsack dabei. Leider regnete es auch in Strömen. Aber auch da war ich vorbereitet, mit den Trekkingschuhen und der Regenjacke war das alles machbar. Wir besuchten trotz Regen die heißen Quellen. Dank der umliegenden Vulkane gibt es am Colca River diese heißen Quellen. Das kälteste Becken ist 36 Grad Warm und das heißeste 42 Grad. In dem Becken habe ich es nur 2 min ausgehalten.

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Abends besuchten wir noch ein Restaurant mit live Musik und einer Tanzshow, in der wir am Ende natürlich alle mittanzen mussten.  Völlig außer Atem  (tanzen auf 3600m Höhe ist nicht so vorteilhaft) und mit immer noch starken Kopfschmerzen ging es dann ins Bett.

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19.01.2018 // Freitag

Nach 8h Schlaf wachte ich mit leichten Kopfschmerzen auf. Der Körper braucht einfach Zeit sich an die Höhe zu gewöhnen. Aber mit viel Wasser und dem Frühstück hatte ich die Kopfschmerzen gut in den Griff bekommen. Wir führen schon 7 Uhr vom Hotel los, denn wir wollten die Kondore im Colca Canyon fliegen sehen. Angel erklärte uns, dass es in der Regenzeit nicht mal eine 50%ige Wahrscheinlichkeit gibt die Kondore zusehen. Aber er meinte wenn wir positiv gestimmt sind wir unsere Gruppendynamik die Kondore fliegen lassen. 😉

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Colca Tal
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Vulkan

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Auf ging es also durch das Colca Tal zum Aussichtspunkt. Und ja wir hatten Glück oder war es unsere Gruppe (?)! Man braucht ein wenig Geduld und hier und da ein gutes Auge. Es war beeindruckend diese großen Vögel fliegen zu sehen. Bzw. Fliegen sie nicht sie gleiten und nutzen dabei die Thermik. Einmal flog ein Kondor direkt über uns. Das war ein tolles Erlebnis, die Berge mit ihren schneebedeckten Kuppen vor uns, die Ruhe des Colca Canyons und dann diese imposanten Vögel. Noch besser hätte der Tag nicht starten können.

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Aussichtspunkt
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Kondor im Colca Canyon
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Kondor

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Wir machten anschließend noch einen Spaziergang entlang des Canyons, Angel erklärte uns viel über die Pflanzen und die Tiere aus der Region. Am Ende des Spaziergangs mussten wir ein paar Stufen hinaufgehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie anstrengend dies war. Auf 3700m fühlt es sich an als hätte man noch nie in seinem Leben Sport gemacht.

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Auf dem Weg zurück nach Chivay stoppten wir an verschiedenen Aussichtspunkten und in einem kleinen Ort Namens Maca.

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In Maca warte dieses süße Baby Alpaka auf uns:

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Kirche von Maca

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Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück nach Arequipa.

Ein paar von uns verabredeten sich noch zum Abendessen. Arequipa ist wirklich eine kleine tolle gemütliche Stadt mit vielen schönen Restaurants. Wir konnten sogar draußen sitzen, da das Wetter nicht zu kalt war.

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20.1.2018 // Samstag

Wir schliefen aus, frühstückten in Ruhe im Hotel. Wir waren alle happy über einen freien Tag. Denn es ist schon anstrengend wenn immer so viel auf dem Programm steht. Aber ich will mich nicht beschweren. Wir hatten aber auch für den freien Tag etwas geplant und zwar den Besuch im Kloster Santa Catalina, welches in Arequipa ist. 10.30 Uhr machten wir uns auf den Weg, in Arequipa kann man alles super zu Fuß erreichen. Der Eintritt kostete umgerechnet 10€ nicht ganz günstig für Peruanische Verhältnisse aber schaut euch die Bilder an, die 10€ waren mehr als gut investiert.

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Das Kloster war riesig. Jede Ecke war durch die Farben und Blumen so schön. Man konnte richtig abschalten. Wir blieben auch über 2h, es gibt auch ein herrliches Café was zum Verweilen einlädt.

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Danach aßen wir noch in einem Restaurant Namens Las Gringas. Die Speißen waren alle organic und ziemlich modern. In Deutschland würde man sehr viel Geld dafür bezahlen aber wir zahlten mit Getränk nur 5€. Aber ja Quinoa und co kommen nun mal aus Südamerika und daher ist das hier ein ganz normaler Bestandteil im Essen.

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Danach ruhte ich mich nur noch aus, schrieb den vorherigen Blogpost, das braucht ja auch immer eine Weile und dann ging es 20 Uhr mal wieder mit dem Nachtbus los, diesmal nach Cusco! Was es aus Cusco zu berichten gibt, dazu dann im nächsten Post mehr! Adios!

3 Kommentare zu „Peru: Arequipa // Chivay // Colca Canyon

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