Bolivien: La Paz // Death Road

01.02.2028 // Donnerstag

Zeitig ging es wieder los. Die Laune von allen war nicht die Beste, alle sehnten sich mal nach Ausschlafen. Aber das zeitige Losfahren hatte einen Grund, denn wir wollten nach Bolivien und da braucht es immer etwas an der Grenze. 2,5h ging es mit einem sehr ungemütlichen Bus zur Grenze. Der Grenzübergang war wild. An jeder Ecke konnte man seine Peruanischen Soles in Bolivianos tauschen und das mitten auf der Straße 😉 wir stellten uns in eine Schlange an um den Ausreisestempel von Peru zu erhalten. Das lief reibungslos.

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Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg über die Brücke nach Bolivien. Es sah hier genauso wild aus wie auf der peruanischen Seite. Jeder wollte irgendwas verkaufen.

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In Bolivien angekommen stellten wir uns wieder an um den Einreisestempel zu erhalten. Wir bekamen auch ein kurzes Briefing, dass wir auf keinen Fall irgendwelchen Polizisten unseren Reisepass in die Hand drücken sollen, denn sie verlangen Geld um ihn wieder zu erhalten. Uns sprach aber zum Glück keiner an. Mein Grenzbeamter war sehr nett und erfreut, dass ich aus Alemania bin und hat mir dann ohne Weiteres den Stempel in den Reisepass gemacht. Also hieß es nun offiziell: Bienvenidos a Bolivia!

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Die Fahrt nach La Paz dauerte noch eine Weile. Wir kamen in El Alto an, einem ehemaligen Stadtteil von La Paz, nun ist es eine eigenständige Stadt. Der Verkehr und die Stadt ist schon verrückt, daher standen wir erst mal ordentlich im Stau.

Im Hotel angekommen passierte auch nicht mehr viel. Wir aßen Mittag bzw. Abendessen oder Linner (= Lunch & Dinner). Da es unser letzte Abend mit Kantu war und der letzte offizielle Abend der Tour. Gingen wir alle etwas trinken. Der Abschied von Kantu fiel schwer. Sie war ein wirklich ausgezeichneter Guide, hat sich wunderbar um alle kränkelnden Personen gekümmert und wusste auf jede Frage eine Antwort. Man konnte einfach ganz entspannt Reisen, da auf Kantu zu 100% Verlass war! Ab Morgen sind wir dann auf und gestellt 🙂 na mal sehen wie das wird.

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Letztes Gruppenbild, alle sind in La Paz in Karneval Fieber.

02.02.2018 // Freitag

Da die Nacht lang war, starteten wir ganz entspannt in den Tag. 14 Uhr machten wir uns auf zur Walking Tour um einen kleinen Einblick über La Paz zu erhalten. Die beiden Guides Dani und Chris waren echt super. Sie zeigten uns nicht nur die Stadt, sondern erzählten auch auf humorvolle Weise die Traditionen der Einwohner von La Paz. Wir starteten am San Pedro Gefängnis.

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Gefängnis von San Pedro

Darüber hatte ich eine Reportage gesehen, denn San Pedro ist kein normales Gefängnis, es ist quasi eine Stadt.  Die Insassen verwalten sich selbst. Und auch Frauen und Kinder der Häftlinge wohnen dort. Geld wird natürlich mit Drogen gemacht. Bis 2001 konnte man das Gefängnis auch als Tourist besuchen. Da es aber zu gefährlich geworden ist raten alle davon ab und es ist auch offiziell nicht mehr erlaubt.

Wir besuchten Märkte, lernten etwas über die Marktfrauen und schlenderten durch die Stadt.

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Am Hexenmarkt sahen wir dann die Baby Alpaka Föten. Diese sollen einem Haus Glück bringen und werden angeblich nicht extra getötet. Naja wer weiß ob das die ganze Wahrheit ist.

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Wir stoppen am Markt und tranken frischgepresste Säfte für 70 Cent und viele aßen eine Avocado Sandwhich  für 60 Cent! Danke Bolivien, du bist echt günstig!

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Nach der City Tour wollten wir noch mit der Gondel fahren. Um von La Paz aus El Alto zu erreichen, gibt es diverse Gondellinien. Wir entschieden uns für die Rote Linie. Der Blick war wirklich interessant, vor allem als wir über einen riesigen Friedhof fuhren. Die Gondelfahrt kostet auch nur 35 Cent. Von Oben genossen wir noch den Blick auf die Stadt und fuhren dann wieder runter.

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Friedhof

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Da Einige von uns einen zusätzlichen Tag in La Paz waren gingen wir alle wieder abends gemeinsam Essen. Und dann hieß es wirklich vom Großteil Abschied nehmen! Die Gruppe hätte nicht besser sein können. Wir hatten so viel Spaß aber auch interessante Fragen und Diskussionen über das Leben. Danke dafür!

03.02.2018 // Samstag

Ab heute wäre ich theoretisch ganz allein weitergereist. Aber der Plan war ja hoffentlich den ein oder anderen zu finden, der nach der Geführten Tour auch noch ein paar Tage Zeit hat. Und so war es am Ende auch. Tia, Katie, Sam und ich werden die nächsten 14 Tage noch zusammen verbringen.

Für heute hatten wir nur ein Ziel, die Death Road! Mit dem Mountainbike sollte es die gefährlichste Straße der Welt hinunter gehen. Die Straße, mit dem Namen Yungas Straße ist leider durch ihre vielen Todesopfer bekannt. Denn es ist eine unbefestigte Straße und manchmal ist sie so schmal, dass es zu vielen Unfällen kam, bei denen Autos in den Abgrund gestürzt sind. Seit 2007 gibt es eine neue sichere Straße, daher fahren heute nur noch ganz wenige Autos die Death Road entlang, das hat man sich zu Nutze gemacht und bietet es nun den Touristen an.

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Wir zogen Schutzkleidung an und probierten die Räder aus. Wir waren auf 4600m Höhe. Schon die kleine Runde mit den Rädern raubte uns mal wieder den Atem…

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Dann ging es los. Die ersten 20 km verlaufen auf der neuen Straße. Es war eisig kalt, es regnete und ich dachte nur wenn das so weiter geht, dann muss ich mich wohl in den Van setzten der hinter uns her fuhr. Aber das Wetter änderte sich je weiter wir nach unten kamen. Besonders ab dem Stück als wir auf der tatsächlichen Death Road gefahren sind.

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Wir enterten den Dschungel und es wurde wärmer. Wir machten immer mal Pause. Die Straße war wirklich beeindruckend. Manchmal wirklich richtig schmal und der Abgrund immer zu sehen. Die Vorstellung, dass es hier Verkehr in beide Richtungen gab war manchmal wirklich kaum zu glauben.

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Viel Erfahrung braucht man trotzdem nicht, wenn man ein guter Radfahrer ist, schafft man es auf jeden Fall lebend ans Ziel;) es hat echt richtig Spaß gemacht schnell über die holprige Straße zu fahren.Die Landschaft war auch immer mehr als schön. Nach 4 h sind wir dann am Ende angekommen, auf 900m Höhe. Wir hatten also 3700 Höhenmeter hinter uns gelassen und 50km Strecke.

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Am Ende der Tour gibt es immer Mittag und dann kann man noch am Pool abhängen. Es war auch richtig sommerlich warm. Man hat also an einem Tag mal eben alle Jahreszeiten durchlebt.

Ich bin froh, die Tour gemacht zu haben, hatte sie erst gar nicht auf dem Schirm aber der Spaßfaktor war hoch!

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Am Abend ging es dann mit dem Nachtbus nach Uyuni! Von da aus starten wir eine 3 tägige Tour durch die Salzwüste!

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