Bolivien: Uyuni // Salar de Uyuni

04.02.2018 // Sonntag

Wir erreichten Uyuni mit dem Nachtbus um 5.45 Uhr von La Paz. So zeitig hatten wir das gar nicht erwartet, das Zimmer war natürlich noch nicht fertig, aber der Inhaber des Hostels war so freundlich und gab uns ein anderes Zimmer für weniger Personen, in dem wir noch ein wenig schlafen konnten. Unser Tag in Uyuni verlief sehr ruhig, wir liefen durch die Stadt und machten in verschiednen Cafés und Restaurant Halt.

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In Uyuni gibt es nicht viel zu sehen. Es ist eben eine kleine Stadt in der die Touren in die Salzwüste starten. Das Wetter war aber gut und wir genossen den entspannten Tag in der „Geisterstadt“, viel los ist da nämlich nur wenn die Jeeps abfahren oder ankommen.

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05.02.2018 // Montag

Heute ging es in die Salzwüste, wir buchten eine 3 tägige Tour mit Perla de Bolivia, welche in Chile enden würde. 11 Uhr ging es los. Das Gepäck wurde auf dem Dach des Jeeps (in unserem Fall ein Nissan Patrol) geladen. Es dauerte gar nicht lange und wir kamen an unsrem ersten Stop an: Ein Eisenbahn Friedhof. Es waren schon unzählige Touris da, welche alle wie wild auf die Züge kletterten um ein super Foto zu erhalten. Ich schaute mich mehr um und machte nur ein paar Fotos.

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Der Eisenbahnfriedhof ist einer der größten der Welt und sollte Rohstoffe an die Küstengebiete von Chile transportieren. Die Industrie brach aber in den 1940er Jahren zusammen und übrig geblieben sind die Züge und Wagons.

Nach 20 min ging es dann weiter. Wir stoppten noch an einer Art Museum, ein Museum auf sehr Bolivianische Art und Weise. 🙂 Sie zeigten uns wie sie das Salz gewinnen, dann konnte man natürlich noch Souvenirs shoppen und dann ging es endlich in die Salzwüste! Schon das erste Stück lies uns alle nur „wow“ sagen. Der Anblick war einfach surreal und wunderschön zu gleich.

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Die Salzwüste war ein To Do auf meiner Bucketlist und daher war ich mehr als Happy endlich dort zu sein. Da Regenzeit ist ist die Salzwüste mit Wasser geflutet. Das hat aber den Vorteil, dass wirklich tolle gespiegelt Bilder entstehen. Der Anblick der unendliche Weite zwischen Salzwüste und Himmel war einzigartig. Wir machten mitten in der Wüste halt und der Guide und die Fahrer packten Tische und Hocker aus und zauberten ein Mittagessen mitten in der Salzwüste!

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Unser nächster Stop war am ersten Salzhotel, welches in der Salar de Uyuni errichtet wurde, dort steht auch die Rallye Dakar Statue, welche auch komplett aus Salz gefertigt ist.

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Nach unzähligen Fotos ging es dann weiter durch die Salzwüste. Wir waren sicher 1-2h im Jeep unterwegs, aber es fühlte sich überhaupt nicht so an, da wir durch die Weite, die Spiegelung und dem gesamten Anblick total fasziniert waren.

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Wir stoppen erneut mitten in der Wüste, welche ca. 10.000 Quadratkilometer groß ist. Nun war es Zeit für die typischen Salzwüsten Fotos. Der Guide hatte viele Ideen und manche aus unserer Tour waren richtig verrückt nach den Perspektivfotos.

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Eigentlich sollten wir noch einen Stop machen um den Sonnenuntergang zu sehen, aber leider fing es an zu gewittern und vom Sonnenuntergang war nicht viel zu sehen, daher genossen wir es aus dem Jeep und sahen etwas Sonne und die Blitze auf der anderen Seite.

Es wurde dunkel, stürmisch, regnerisch und plötzlich war das Wasser nicht mehr ca. 10 cm hoch sondern so hoch, dass die Räder vom Auto im Wasser verschwanden. Man hatte das Gefühl man fährt mit dem Auto durch einen See. So richtig lustig fanden wir das nicht.  Die Wellen peitschten gegen das Auto. Ich glaube am Ende kam alles zusammen, der weite Weg bis ans Festland, die stürmische Nacht und der hohe Wasserstand. Wir hofften alle nicht im Wasser stecken zu bleiben. Manchmal hatte man das Gefühl das Auto schwimmt und wir malten uns Geschichten aus was denn alles passieren könnte. Ich glaube an dem Abend waren das die schlimmsten 40 Minuten der Reise bisher. Als wir endlich das Festland erreichten applaudierten wir unserem Fahrer. So richtig erleichtert war ich trotzdem noch nicht, denn zu unserer Tour gehörten 4 Fahrzeuge und von dem letzten Fahrzeug waren dann plötzlich keine Lichter mehr zu sehen. Der Guide kam rum und machte allen klar, dass wir die 5 Personen aus dem ersten Jeep auf 2 Jeeps verteilen mussten, das sie den steckengebliebenen Jeep mit dem anderen rausziehen wollten. Am Ende kann man sagen es lief alles glatt. Trotzdem hatten einige ganz schön Angst oder machten sich Sorgen wie es ausgehen wird. Im schlimmsten Fall hätten wir sicher ans Festland laufen müssen / können aber ich bin froh, dass uns das erspart geblieben ist. Das war auf jeden Fall ein Abenteuer. 

Als wir dann 21 Uhr in den Lodge ankamen waren wir wirklich erleichtert und genossen das Abendessen.

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Jukil Lodge, zum Teil aus Salz gebaut.
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Salzboden mit Salzbett

06.02.2018 // Dienstag

6 Uhr mussten wir aufstehen und nach dem Frühstück ging es 7 Uhr los. Heute verbrachten wir viel Zeit im Auto. Aber das war gar nicht schlimm, denn die Landschaft ließ einem mal wieder jegliche Zeit vergessen. Sie war recht karg und am Anfang noch geprägt von riesigen Kakteen.

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Kleine Pannen gehören auf so einer Tour auch dazu. Der Fahrer wollte die Straße umfahren und steckte dann im Schlamm fest. Der andere Jeep holte ihn mal wieder raus. Es war das gleiche Fahrzeug, welches auch in der Salzwüste stecken blieb…die Gruppe hatte einfach kein Glück 🙂

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Unser erster Stop war ein Vulkan Aussichtspunkt. Der Vulkan war Wolken verhangen aber wir gaben uns auch mit dem „Rastplatz“ zufrieden. Eine Familie betreibt dort einen kleinen Laden und die bisher schönsten Toiletten, die wir in Bolivien finden konnten, diese kosten aber auch fast 60 Cent. Es wurde laute spanische Musik gespielt und sie grillten Lamawürste. Für 1,80€ machten sie daraus eine Art Burger. Die Landschaft, die Abgeschiedenheit und die Musik erinnerten mich irgendwie an die Serie Breaking Bad.

Dann sahen wir endlich die ersten Flamingos. Wir aßen mal wieder Draußen Mittag und genossen die Aussicht auf die Lagune und die unzähligen Flamingos.

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Wir stoppten noch an weiteren Lagunen und die Landschaft änderte sich langsam in eine richtige Wüste, die Ausläufer der Atacama Wüste. Wir enterten den Nationalpark Fauna der Anden und zahlten fast 18€ Eintritt, man konnte sich mal wieder einen Stempel in den Reisepass machen lassen und die wirklich abartigen Toiletten benutzen…

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Wir fuhren an diversen Lagunen vorbei und am Stonetree. Vulkangestein hat einen Stein gebildet, der aussieht wie ein Baum.

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Es ging mal wieder hoch hinaus, auf fast 5000m Höhe sahen wir Geysire. Der warme Rauch  der Geysire tat gut in dem kalten Wind aber der Gestank von Schwefel war nicht so schön. 

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Gegen 19 Uhr kamen wir dann in unserer Unterkunft an. Diese war sehr einfach und lag auf 4400m Höhe. Fließendes Wasser gibt es nicht, die Toiletten befinden sich außerhalb vom Gebäude und Strom gibt es nur für 4h am Abend, bei der top Ausstattung fragten dennoch manche ob es WiFi gibt… 

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Unsere Unterkunft

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Aber dafür konnten wir auf eine weitere Lagune mit Flamingos blicken und wer Lust hatte konnte auch noch in den heißen Quellen baden gehen.

Ein toller Tag mit beeindruckender Natur ging zu Ende, morgen sollte es dann nach Chile gehen!

07.02.2018 // Mittwoch

7.30 Uhr ging es los, unser erste Stop war die Salvador Dali Wüste.

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Die schneebedeckten Berge und die karge Landschaft brachten wieder ein tolles Bild hervor. Wir stoppten nur für ein paar Fotos und sind dann weiter zur Laguna Verde gefahren. Die Fahrt dahin war Wolken verhangen und die Lagune war zu Beginn auch sehr in den Wolken versteckte. Recht schnell zogen die Wolken aber raus, so dass wir einen Blick auf den umliegenden Vulkan erhaschen konnten und die Lagune tatsächlich ein wenig grün leuchtetet anstatt eisblau.

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9 Uhr erreichten wir die Bolivianisch / Chilenische Grenze in Mitten der Atacama Wüste. Den Ausreisestempel hatten wir uns schon in Uyuni geholt. Also verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer Senato und warteten eine Stunde auf das Shuttle nach San Pedro de Atacama in Chile.

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Letztes Bild mit den Fahrern.

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Die Fahrt dauerte ca. 1h. Das wir in der Atacama Wüste waren konnte man gut erkennen, die Landschaft war weit und breit karg und rötlich brau. Am Horizont tauchte dann langsam San Pedro auf, wie eine Art Oase.

Die Einreise nach Chile verlief problemlos. Das war alles super organisiert. Erst gab es den Stempel, dann wurde das Gepäck durchleuchtet und schon war alles erledigt.

Der Shuttlebus lies uns nah am Zentrum raus und wir mussten nur 5 min bis zum Hostel Pangea Norte laufen.

Da ich Chile eigentlich nicht geplant hatte während den 5 Wochen in Südamerika wusste ich auch gar nicht was mich erwarten würde. Daher war ich überrascht San Pedro zu erkunden. Die Stadt hat einen tollen Vibe. Es gibt keine befestigte Straßen und alles verbirgt sich hinter rötlich braunen Lehmmauern.

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Es sieht ein wenig aus wie in einem Filmset. Man kann auch alles erlaufen, was mir immer besonders gut gefällt. Außerdem kam bei uns das pure Urlaubsfeeling auf. Tagsüber ist es herrlich warm und sonnig. Also endlich mal wieder Shorts und Tops ausgepackt und los ging es. Wir erkundeten die Stadt, aßen zu Mittag und machten uns mit der neuen Währung vertraut. Die 3. Währung in 4 Wochen. Gar nicht so einfach 🙂 1€ = 737 Chilenische Pesos! das kann ja lustig werden!

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Abends trafen wir uns noch mit Rosanna und Vaseck, beide hatten wir auf der Salzwüsten Tour kennen gelernt.

Nun bin ich nur noch eine Woche in Südmerika, wir wollen es ruhig angehen, denn die letzten Wochen haben wir so viel erlebt, dass es Zeit wird ein wenig zu entspannen. Sicher ist aber, dass wir die Zeit in Chile verbringen wollen und am besten am Beach!

2 Kommentare zu „Bolivien: Uyuni // Salar de Uyuni

  1. Liebe Lydia, ich habe Deine Reise, die tollen Bilder und Berichte verfolgt und gelesen. Du hast viel tolles und schönes erlebt. Die Bilder sind der Wahnsinn. Ich bin aber auch froh das du gesund wieder zurück kommst. Wünsche dir eine gute Rückreise. Liebe Grüße Heike

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